Technik

Wenig Sicherheit im Zahlungsverkehr

Banken setzen Vertrauen der Kunden aufs Spiel

(05.11.2014) • Die Banken und Sparkassen laufen Gefahr, im Wettbewerb mit externen Zahlungsverkehrsdienstleistern wie PayPal ihren entscheidenden Vorteil zu verlieren: die Sicherheit der Daten. Zwar bauen sie die Sicherheit in allen kritischen Bereichen weiter aus. Allerdings vers�umen die Institute es, diese Sicherheit gegen�ber dem Kunden zu vermitteln. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Exzellenz im Zahlungsverkehr" von PPI und ibi research. Befragt wurden die wichtigsten Kreditinstitute, die zusammen rund 50 Prozent der Transaktionen des deutschen Zahlungsverkehrs abwickeln.

Ganz oben auf der Agenda steht die Umsetzung der PSD-II-Richtlinie. Daneben sind die Sicherheit beim Bezahlen im Internet und �ber mobile Endger�te sowie der Datenschutz die wichtigsten Themen bei der IT-Sicherheit. "Es ist richtig, dass sich die Banken fr�hzeitig mit operativen Themen wie der Umsetzung regulatorischer Vorgaben auseinandersetzen. Jedoch sollten Banken und Sparkassen die strategische Bedeutung des Zahlungsverkehrs als entscheidender Dreh- und Angelpunkt f�r die Kundenbeziehung nicht aus den Augen verlieren", sagt Dr. Hubertus von Poser, Zahlungsverkehrsexperte der PPI AG.

Dazu geh�rt zum Beispiel, dass die Geldh�user das Thema Sicherheit beim Zahlungsverkehr dem Kunden vermitteln. "Die Sicherheit ist der entscheidende Vorteil der Banken und Sparkassen gegen�ber Online-Bezahldiensten wie PayPal. Allerdings setzen die Institute diesen Vorteil leichtfertig aufs Spiel, wenn der Kunden davon nichts mitbekommt", sagt von Poser. An dieser Stelle herrscht noch akuter Nachholbedarf. "Eine aktive Kundenansprache, die Themen wie Sicherheit von Zahlungen aber auch die technische Ausfallsicherheit von Zahlungsverkehrssystemen beinhaltet, ist eine wichtige Aufgabe zur Kundenbindung."

In diesem Zusammenhang kommt es h�ufig auf Details an, die viele Institute derzeit noch vernachl�ssigen. So sehen die befragten Banken und Sparkassen beispielsweise keinen Handlungsdruck bei der Plausibilisierung des Zeichensatzes im Rahmen von SEPA-Zahlungen. "Das ist fahrl�ssig. Denn ein falsch dargestellter Verwendungszweck kann das Vertrauen der Kunden gegen�ber ihrer Bank massiv beeintr�chtigen", sagt von Poser. Auch die �berpr�fung des Zahlungsverhaltens des Kunden zur Missbrauchs- und Fehlervermeidung ist f�r die meisten Institute kein Thema. Dabei bietet gerade dieser Service die M�glichkeit, mit dem Kunden in Kontakt zu treten und ihm ein gutes Gef�hl im Umgang mit Zahlungsauftr�gen zu vermitteln.

Von Poser r�t den Banken und Sparkassen, die steigenden Sicherheitsanforderungen als strategische Chance zu begreifen: "Dem Zahlungsverkehr kommt eine zentrale Bedeutung bei der Kundenbindung zu. Die Institute sind daher gut beraten, die regulatorischen Vorgaben im Zahlungsverkehr nicht als l�stige Pflicht zu sehen, sondern als gute M�glichkeit, sich von der externen Konkurrenz abzusetzen."

Quelle: // PPI AG Informationstechnologie (2014)
©Bild: (1) � Bernd Kasper / pixelio.de
     
      

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