Studien

B�rger wollen Rentenreform

L�ngere Lebensarbeitszeit gew�nscht

(05.11.2014) • �Die Rente ist sicher� � kaum ein politischer Satz brannte sich in die K�pfe der Deutschen ein wie dieser. Und kaum eine Aussage hat dabei so an Glaubw�rdigkeit verloren. Das zeigt die aktuelle Studie zum Thema �Rente, Reformen und Zukunfts�ngste 2014�, die das Meinungsforschungsinstitut forsa. im Auftrag der Gothaer Versicherung durchgef�hrt hat.

Eine gro�e Mehrheit der Befragten hegt keine Illusionen �ber die Sicherheit der gesetzlichen Rente und stellt sich auf massive finanzielle Einbu�en im Alter ein. Die Politik agiert dabei an der Lebenswirklichkeit vorbei. Statt einer Rente mit 63 wollen viele Menschen sogar l�nger arbeiten d�rfen � und das nicht nur aus finanziellen Gr�nden. Die gr��ten Sorgen mit Blick auf das Alter drehen sich um das pers�nliche Umfeld. Pflegebed�rftigkeit, der Verlust an Selbst�ndigkeit sowie Angst vor Krankheiten stehen dabei an der Spitze, wenn die Menschen sich �ber ihre Situation im Alter Gedanken machen. Die private Lebensversicherung ist nach wie vor die beliebteste private Vorsorgeform f�r das Alter.

Sorgen im Alter � das pers�nliche Umfeld im Fokus

Pfleged�rftigkeit, Verlust an Selbst�ndigkeit und Krankheit � vor diesen Situationen haben 63, 61 und 58 Prozent der Befragten die gr��te Angst, wenn sie sich mit dem Alter besch�ftigen. Das Nicht-Ausreichen der Rente wurde von immerhin 47 Prozent der Befragten genannt. Vor finanziellen Einbu�en im Alter haben mehrheitlich die mittleren Altersgruppen (31 bis 50 Jahre) Angst.

�Die Rente ist sicher� � das glaubt niemand mehr

Der Aussage �Die Rente ist sicher� � 1986 im Wahlkampf vom damaligen Arbeitsminister Norbert Bl�m plakativ inszeniert � glaubt kaum jemand noch. 83 Prozent der Befragten sagen, dass dieser Satz heute keine G�ltigkeit mehr hat. Die Sicherheit der Rente bereitet den Menschen mehr und mehr Sorge. Dementsprechend machen sich viele der Befragten Gedanken �ber die aktuelle Ausgestaltung der Rente und deren Reformbed�rftigkeit. Bereits ein Drittel der Menschen, von den 31- bis 40-J�hrigen sogar 40 Prozent, halten den Generationenvertrag f�r nicht mehr gerecht, da die j�ngere Generation zu stark belastet w�rde. Ihre Gelder w�rden die Menschen lieber selber verwalten, �ber 50 Prozent w�rden ihre Beitr�ge zur gesetzlichen Rentenversicherung lieber privat anlegen.

Reformen unbedingt � aber so nicht

Eine gro�e Mehrheit der Bev�lkerung spricht sich f�r Reformen bei der gesetzlichen Rente aus. Was die Politik allerdings anbietet, geht an der Lebenswirklichkeit vorbei. W�hrend die Rente mit 63 zwar von einer knappen Mehrheit (56 Prozent) f�r vertretbar gehalten wird, k�nnten sich 58 Prozent vorstellen, sogar l�nger als bis zum 65. Lebensjahr zu arbeiten. Die Motivation dazu �berrascht: Der Spa� an der Arbeit steht mit 77 Prozent weit vor finanziellen Gr�nden mit 60 Prozent an der Spitze. Die Menschen w�nschen sich statt eines starren Renteneintrittsalters einen flexiblen �bergang ins Rentendasein.

Finanzielle Situation � heute gut, als Rentner schlecht

Mit ihrer aktuellen finanziellen Situation sind die Deutschen mehrheitlich zufrieden. Nur 30 Prozent �u�ern sich weniger zufrieden oder gar unzufrieden. Im Alter sieht das dann ganz anders aus. Die gro�e Mehrheit der Befragten � 77 Prozent � geht sehr realistisch davon aus, finanzielle Einbu�en hinnehmen zu m�ssen. Mit der privaten Vorsorge sieht es dennoch eher d�ster aus. 43 Prozent der Befragten, sogar 64 Prozent der unter 30-j�hrigen, meinen, sie m�ssten mehr private Vorsorge betreiben. Bei 77 Prozent der Befragten ist fehlendes Geld der Hauptgrund f�r die mangelnde Vorsorge. Bei denen, die vorsorgen, ist die private Lebensversicherung immer noch das beliebteste Produkt. 47 Prozent setzen auf diese Vorsorgeform, Immobilien folgen mit 40 Prozent an zweiter Stelle.

Probleme erkannt � Ver�nderungen notwendig

�Diese Studie zeigt sehr deutlich, dass den B�rgern immer st�rker bewusst wird, dass das deutsche Rentensystem in seiner heutigen Form an seine Grenzen st��t und dass die nachwachsenden Generationen durch den demografischen Wandel �ber Geb�hr belastet werden. Zu Recht fordern die Menschen eine Reform des Rentensystems�, fasst Dr. Karsten Eichmann, Vorstandsvorsitzender der Gothaer Versicherungen, die Ergebnisse zusammen. �Ein wichtiger Reformansatz, den immerhin 53 Prozent der B�rger bef�rworten, ist die Einf�hrung einer obligatorischen betrieblichen Altersvorsorge. Aber aus unserer Sicht bedarf es noch tiefgreifenderer Ver�nderungen hin zu einem zumindest zu einem Teil kapitalgedeckten System�, so Eichmann weiter. �Ein erfreuliches Ergebnis der Studie ist, dass die Menschen ihre Alterseink�nfte mittlerweile recht realistisch einsch�tzen und die Notwendigkeit einer privaten Vorsorge erkennen. Hier ist es an der Versicherungsbranche flexible und finanzierbare Angebote zu machen.�

Quelle: // Gothaer Konzern (2014)
     
      

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