Pflege & Gesundheit
Wussten Sie, was Zoll und Pflege gemeinsam haben?
Beide machen Hausbesuche
(05.06.2015) • Schwarzarbeit und die Einhaltung von Mindestl�hnen sind kein Kavaliersdelikt. Daher kontrolliert der Zoll routinem��ig alle Unternehmen. Das wissen auch die meisten Betreiber ambulanter und station�rer Pflegeeinrichtungen in Schleswig- Holstein. Doch wenn die Zoll-Beamten einmal unerwartet vor der T�r stehen, ist die �berraschung und Ungewissheit gro�. Zwei Mitarbeiter des Hauptzollamtes Kiel informierten im Tagungszentrum "Kiek in" in Neum�nster die Betreiber �ber ihre Arbeit.
Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) hatte seine Mitglieder zu dieser Fachgruppensitzung mit den Schwerpunkten "Kontrollen zur Verhinderung von Schwarzarbeit" und "Einhaltung des Mindestlohns" eingeladen. "Schlie�lich standen diese Kontrollen auch bereits in ambulanten und station�ren Pflegeeinrichtungen in Schleswig- Holstein an", sagte Franz Bettinger, Leiter der bpa-Landesgesch�ftsstelle in Kiel. Er berichtete von ver�ngstigen Bewohnern, weil die Zoll-Beamten bewaffnet und teilweise mit schusssicheren Westen ausger�stet die Einrichtungen kontrollierten.
Manfred Hinrichs vom Hauptzollamt Kiel erl�uterte den Teilnehmenden die rechtlichen Grundlagen der Kontrollen. Der Zoll ist gesetzlich verpflichtet, die Einhaltung des Mindestlohns zu pr�fen und Kontrollen gegen Schwarzarbeit vorzunehmen. Hinrichs wies auf eine Dienstanweisung seiner Beh�rde hin, wonach die Zollbeamten in Pflegeheimen in Zivilkleidung auftreten und die Schusswaffe verdeckt tragen sollten. Eine R�ckmeldung auf die Kontrolle gebe es im Idealfall nicht. Hinrichs: "Wenn Sie etwas von uns h�ren, ist das schlecht".
Auf fast jeder Gro�baustelle sto�e der Zoll bei seinen Kontrollen auf die Ausw�chse von organisierter Kriminalit�t. Nahezu alle Bereiche des Wirtschaftslebens seien davon betroffen - Tendenz steigend. Der Kampf gegen Schwarzarbeit und illegale Besch�ftigung sei heute einer der Schwerpunkte der Arbeit des Zolls. Durch bandenm��ige und fl�chendeckende Hinterziehung von Sozialversicherungsbeitr�gen und Steuern seien dem Staat Sch�den in Milliardenh�he entstanden. 2014 habe die durch den Zoll bei Kontrollen und Ermittlungen festgestellte Schadenssumme mehr als 795 Millionen Euro betragen. Geld, das auch zur Finanzierung von Pflegeleistungen dringend ben�tigt wird.
Thematisiert und diskutiert wurden in Neum�nster die Themen Scheinselbst�ndigkeit, Arbeitnehmer�berlassung, Mindestlohn und Pflegemindestlohn. Manfred Hinrichs lobte, die Pflegebranche sei bei der Einhaltung des Mindestlohnes keine Problembranche. Und weiter: "Aber wir haben h�ufig Schwierigkeiten, die Besonderheiten im Bereich der Pflege zu verstehen und uns einen �berblick zu verschaffen." Franz Bettinger bot die Fortsetzung des begonnenen Dialogs an, um auch die Besonderheiten der Branche zu vermitteln.
Der bpa veranstaltet f�r seine Mitgliedseinrichtungen regelm��ig Fachgruppensitzungen zum Austausch �ber aktuelle Themen in der Pflege.
Quelle: // Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) (2015)
©Bild: (1) � Matthias Preisinger / pixelio.de
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