Studien
Flexibel w�hrt am l�ngsten - auch bei Versicherern
Kurzfristiges Effizienzdenken f�hrt nicht zum langfristigen Erfolg
(09.06.2015) • Ein Blick auf den Aktienkurs der 25 f�hrenden internationalen Versicherer �ber die Jahre 2009 bis 2013 zeigt: Wenige Player setzen sich mit einer �berproportionalen Wertsteigerung von bis zu 300 Prozent deutlich von ihren Wettbewerbern am Markt ab. Fast alle von ihnen f�hren ihren �berragenden Erfolg auch auf ihr flexibles Gesch�ftsmodell zur�ck. Das ist das Ergebnis einer Studie des BearingPoint Institute.
Im Zentrum steht die Frage, wie sich Versicherer mit traditionellen und unflexiblen Systemen und Prozessen ver�ndern m�ssen, und wie sie dies trotz niedriger Gewinne finanzieren k�nnen. "Der Weg hin zu einem flexiblen Gesch�ftsmodell ist mehr als eine Projektarbeit. Man kann sie nicht einkaufen wie eine neue Software-L�sung. Die Anpassungsf�higkeit einer Organisation zu verbessern, erfordert einen tiefgreifenden kulturellen Wandel im Unternehmen", erkl�rt Matthias R�ser, Partner bei BearingPoint.
Erste Schritte f�r mehr Flexibilit�t
Versicherer mit einem starren Gesch�ftsmodell sollten vor allem ihre Kundenorientierung st�rken, die Entwicklung ihrer Produkte und Services beschleunigen sowie Fr�hwarnindikatoren einrichten, so die Studie. Das hei�t konkret:
- Interne Prozesse an die "Customer Journeys" anpassen, weniger an die Lieferzyklen von Produkten und Services - Alle Kan�le, von mobilen Anwendungen bis zum Direktkontakt im Call Center, miteinander verbinden und so ein reibungs- und nahtloses Kundenerlebnis schaffen - Eine flexible IT-Struktur implementieren, damit Produktinnovationen und -verbesserungen schnellstm�glich umgesetzt werden k�nnen - Individuelle St�rken bei Mitarbeitern f�rdern, sie binden, fortbilden und motivieren, um Eigeninitiative zu f�rdern
Laut Studie diskutiert das Topmanagement durchaus Strategien, die nicht Produkte, sondern Kunden in den Mittelpunkt stellen. Auch gebe es ein gutes Verst�ndnis f�r Trends und Ver�nderungen am Markt. Trotzdem vers�umen viele Versicherer, ihr Gesch�ftsmodell entsprechend anzupassen, und entscheiden sich f�r Ma�nahmen zur kurzfristigen Kosteneinsparung, um auf versch�rfte Bedingungen am Markt zu reagieren. Laut Studienautoren kann das aber sogar kontraproduktiv sein: "Kurzfristige Ausgabenk�rzungen k�nnen die F�higkeit einer Organisation, flexibel auf Ver�nderungen am Markt zu reagieren, zu ihrem eigenen Nachteil einschr�nken", so Matthias R�ser. Das wiederum erleichtert es Playern aus dem digitalen Bereich, im Markt Fu� zu fassen. "Von jeden zehn Euro, die ein Unternehmen durch kurzfristige Effizienzoptimierung einspart, sollte es einen Euro in seinen Change Prozess hin zu einem anpassungsf�higen Versicherer investieren", r�t R�ser.
Es gibt in der Versicherungsbranche wenige Beispiele f�r Innovation, so die Studie. Angef�hrt wird die Zahnversicherung einer f�hrenden deutschen Versicherungsgruppe, die der Kunde abschlie�en kann, wenn er praktisch auf dem Zahnarztstuhl liegt. Erfolgreiche innovative Produkte basieren dabei immer auf intensiven Kundenanalysen, schnellen Prozessen zur Produktentwicklung, flexiblen Kernversicherungssystemen und zielgruppenspezifischen Marketing- und Vertriebsma�nahmen. Laut Studie sind viele Unternehmen aber noch auf dem Stand von vor 30 Jahren und k�mpfen mit niedrigen Margen, steigenden Anspr�chen auf Kundenseite und dem Wunsch nach mobilen Anwendungen. "Anpassungsf�hige Organisationen zeigen einen herausragenden und nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg und h�ngen ihre Wettbewerber auch in einem hochdynamischen Marktumfeld ab. Trotzdem gilt: Versicherer werden in Prozessen und Strukturen nur flexibel, wenn sie den Change Prozess auch mit konkreten Ma�nahmen ansto�en. Reden allein hilft nicht", erl�utert Thomas Horster, Senior Manager bei BearingPoint.
Die Studie steht zum Download bereit unter www.bearingpoint.com/de-de/7633-11245/
Quelle: // BearingPoint GmbH (2015)
©Bild: (1) � Kurt Michel / pixelio.de
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