Studien

Durch �lpreis droht 2016 Insolvenzwelle bei Spediteuren

Euler Hermes prognostiziert Kostenanstieg f�r Kleinbetriebe

(09.06.2015) • Der derzeitig niedrige �lpreis verschafft der deutschen Transportindustrie trotz der Negativeffekte durch den Mindestlohn kurzzeitig eine Verschnaufpause und ein minimales Plus bei den Unternehmensmargen um 0,1 Prozent auf durchschnittlich 2 Prozent. Mit wieder anziehenden Roh�lpreisen schlagen die h�heren Personalkosten bei den deutschen Truckern im kommenden Jahr aber auf die Gewinnmargen durch, die dann wieder auf 1,8 Prozent sinken. Zu diesem Schluss kommt die aktuelle Studie des weltweit f�hrenden Kreditversicherers Euler Hermes.

Euler Hermes erwartet 2016 bereits wieder leicht ansteigende Insolvenzzahlen. 1.740 F�lle k�nnten es dann sein, im Vergleich zu 1.690 F�llen in diesem Jahr. Die Transportbranche verzeichnet im Vergleich zu ihrem Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt von 5 Prozent �berproportional viele Insolvenzen. 7,2 Prozent aller Insolvenzen in Deutschland entfallen laut der Prognose von Euler Hermes im laufenden Jahr auf die Branche, 2016 gehen die �konomen von 7,5 Prozent aus.

Dunkle Wolken ziehen auf � Kostenanstieg trifft Kleinbetriebe besonders hart

��lpreis- und Mindestlohneffekt wiegen sich derzeit auf � 2016 ist damit jedoch schon wieder Schluss�, sagte Ludovic Subran, Chef�konom der Euler Hermes Gruppe. �Wir gehen davon aus, dass der durchschnittliche �lpreis im kommenden Jahr von 63 US-Dollar pro Barrel auf rund 75 US-Dollar ansteigt. Das trifft insbesondere die Klein- und Kleinstbetriebe hart. 99 Prozent der deutschen Transportunternehmen sind kleine und mittelst�ndische Unternehmen � knapp 70 Prozent haben sogar weniger als neun Mitarbeiter. Das bedeutet, der Wettbewerb steigt nochmals deutlich an, denn sie haben keine Marktmacht und M�glichkeit steigende Kosten weiter zu geben. Der eine oder andere wird dies nicht durchhalten � zumal die Kapitaldecke in den kleinen Betrieben oft d�nn ist.�

Outsourcing der gro�en LkW-Spediteure dr�ckt Margen

Die gro�en LkW-Spediteure profitieren von diesem extrem fragmentierten Markt. Von mehreren tausend Lastwagen in ihren Diensten besitzen sie oft nur zwanzig oder drei�ig selbst und kaufen ansonsten von g�nstigen Subunternehmern die Transportdienstleistungen ein. Die steigende Konkurrenz durch osteurop�ische Spediteure versch�rft den Kostendruck auf Kleinunternehmen weiter. Durch die M�glichkeit der Kabotage, dem Erbringen von Transportdienstleistungen innerhalb der Europ�ischen Union (EU), gewinnt insbesondere Polen seit Jahren massive Marktanteile. Noch sind die deutschen Trucker f�hrend in der EU mit 305.744 Mt/km im vergangenen Jahr. Im Gegensatz zu den polnischen Spediteuren (Platz zwei in Europa mit 247.595 Mt/km) verlieren sie jedoch Marktanteile und werden zunehmend auf den Binnenmarkt zur�ckgedr�ngt. Beim Stra�entransport macht der Heimmarkt f�r deutsche Logistiker heute bereits 84 Prozent aus. Der internationale Anteil sank zwischen 2010 und 2013 um 19 Prozent.

Kleine Spediteure k�mpfen teils ums �berleben, gro�e mit 6 Prozent Marge

�Letztlich sehen wir in der Speditionsbranche eine Zweiklassengesellschaft: zum einen viele kleine Spediteure, die zum Teil kaum eine Marge von 1 Prozent erreichen und deshalb h�ufig ums �berleben k�mpfen, und zum anderen Logistikanbieter, die komfortable Margen von bis zu 6 Prozent erreichen�, sagte Dirk Hagemann, Fachbereichsleiter Risiko�berwachung bei Euler Hermes. �Ihr Erfolgsrezept sind eine h�here Wertsch�pfung �ber die einfache Transportdienstleistung hinaus und gr��ere Netzwerke. Zudem ist Flexibilit�t hier ein wichtiger Faktor, um Kapazit�ten jederzeit dem volatilen Markt anzupassen, beispielsweise �ber Leasingvertr�ge. Die reine Dienstleistung k�nnen viele anbieten, die Markteintrittsbarrieren sind niedrig. Mit komplexeren Services und einem Mehrwert k�nnen die deutschen Spediteure aber sowohl der osteurop�ischen Konkurrenz die Stirn bieten als auch ihre Margen und ihren Marktanteil halten.�

Die vollst�ndige Studie zum deutschen Stra�entransport finden Sie hier

Quelle: // Euler Hermes Deutschland (2015)
©Bild: (1) � Andreas Hermsdorf / pixelio.de
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