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Mehr Arbeitsunf�lle und weniger Wegeunf�lle im ersten Halbjahr 2011 - Gesetzliche Unfallversicherung legt vorl�ufige Zahlen vor
(06.10.2011) • Die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunf�lle ist im ersten Halbjahr 2011 um 0,5 Prozent auf 460.773 gestiegen. Die Zahl der t�dlichen Unf�lle sank um 19 auf 201. Das geht aus den vorl�ufigen Zahlen hervor, die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen jetzt vorgelegt haben. "Dieser minimale Anstieg spiegelt die gute Konjunktur mit zahlreichen Neueinstellungen wider. Deutschland z�hlt aber nach wie vor im internationalen Vergleich zu den L�ndern mit den sichersten Arbeitsbedingungen", sagte Dr. Joachim Breuer, Hauptgesch�ftsf�hrer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). "Wir wissen, dass gerade bei neuen Mitarbeitern die Unfallzahlen �ber dem Durchschnitt liegen. Es dauert, bis sie sich mit Betrieb und T�tigkeit vertraut gemacht haben. Um so wichtiger ist eine gr�ndliche und verantwortungsvolle Einweisung der Besch�ftigten", so Breuer weiter.
Gesunken ist hingegen die Zahl der Wegeunf�lle. Sie ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15,9 Prozent auf 101.147 zur�ck. Dieser R�ckgang verweist auf die Wetterverh�ltnisse in den ersten Monaten des Jahres; der Winter brachte 2011 deutlich weniger Eisgl�tte als im Vorjahr. Trotzdem endeten mehr Unf�lle t�dlich: 167 Menschen starben bei einem Wegeunfall, das sind 25 mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Einen deutlichen Anstieg gab es bei den meldepflichtigen Schulunf�llen. Im ersten Halbjahr 2011 verungl�ckten 12 Prozent mehr Kinder und Jugendliche in Bildungseinrichtungen als im Vorjahreszeitraum - insgesamt wurden den Unfallkassen 703.269 F�lle gemeldet. Davon 6 mit t�dlichem Ausgang. Die Zahl der Unf�lle auf dem Schulweg nahm hingegen nur minimal um 0,9 Prozent auf 61.788 zu. Davon verliefen 33 Unf�lle t�dlich, das sind 12 mehr als im ersten Halbjahr 2010.
"Diese Zahlen", so Breuer, "zeigen, wie wichtig die Pr�ventionsarbeit gerade im Bereich der Schulen und Kindertagesst�tten ist. Insbesondere der Sicherung des Schulwegs widmen die Unfallkassen viel Aufmerksamkeit. Nicht zuletzt im Rahmen unserer aktuellen Pr�ventionskampagne "Risiko raus!" versuchen wir Eltern und Kinder f�r die Gefahren zu sensibilisieren."
Hintergrund
Ein Wegeunfall liegt dann vor, wenn sich der Unfall auf dem direkten Weg zur Arbeit oder Schule oder auf dem Heimweg ereignet hat. In der gesetzlichen Unfallversicherung ist ein Arbeits- oder Wegeunfall dann meldepflichtig, wenn er zu mehr als drei Tagen Arbeitsunf�higkeit oder zum Tode gef�hrt hat. Eine Ausnahme gilt in der Sch�ler- Unfallversicherung: Unf�lle von Sch�lern sind bereits dann meldepflichtig, wenn sie eine �rztliche Behandlung nach sich gezogen haben. Berufsgenossenschaften und Unfallkassen versichern rund 75 Millionen Menschen in Deutschland gegen das Risiko eines Arbeits-, Schuloder Wegeunfalls sowie gegen Berufskrankheiten.

