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Ern�chternde Riester-Bilanz: Das Konzept �Riester� geht nicht auf
(24.11.2011) • In einer heute vorgelegten Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung wird offensichtlich, dass die heutigen Angebote der �Riester-Rente� nicht mehr das leisten k�nnen, wof�r die Riester-Rente vor zehn Jahren eingef�hrt wurde. Waren anfangs noch rentable Tarife m�glich, haben sich die Angebote nun zum Nachteil der Verbraucher entwickelt.
Axel Kleinlein, Autor der Studie und mittlerweile Vorstandsvorsitzender des Bundes der Versicherten (BdV) zieht eine ern�chternde Bilanz: �Nach zehn Jahren ist die Riester-Rente massiv geschw�cht und ist damit als sinnvolle Altersvorsorge in Frage gestellt.�
Die Riester-Rente wird ein Leben lang gezahlt. Damit dies auch tats�chlich geschieht, geht jeder Riester-Vertrag unabh�ngig von der Anlageform sp�testens ab dem 85. Lebensjahr des Sparers in eine private Rentenversicherung �ber. Deshalb sind auch Banken und Fondsgesellschaften verpflichtet, einen Teil des angesparten Kapitals zu Rentenbeginn f�r die Rente ab 85 zu reservieren.
Die H�he dieses Betrages ist in den letzten zehn Jahren stark angestiegen: Hat ein 35-j�hriger Mann in 2001 eine klassische private Riester-Rentenversicherung abgeschlossen, m�ssen nach dieser alten Kalkulation nur knapp 13 Prozent der angesparten Mittel bei Seite gelegt werden. Dieser Anteil hat sich bei einem Abschluss in 2011 auf 33 Prozent erh�ht. Wer in neuartige Angebote wie Rentenversicherungen nach Dreitopfhybrid investiert, muss nach der neuen Kalkulation zum Teil fast 50 Prozent des Kapitals aufwenden.
Die Gr�nde f�r die Verschlechterung liegen nur zum Teil in einem niedrigeren Garantiezins. Zum anderen mindern neue Sterbetafeln, der bei Riester vorgeschriebene geschlechtsneutrale Unisex-Tarif und nachteiligere Regelungen zur �berschussbeteiligung die Rendite. �Nach zehn Jahren sind die Produkte deutlich schlechter geworden. Die Versicherer haben es nicht geschafft, die Angebote interessant zu halten�, moniert Axel Kleinlein. �Die Assekuranz ist mitverantwortlich daf�r, dass das Konzept �Riester� nicht aufgeht.� Zu diesem Schluss kommt der BdV-Vorstandsvorsitzende im Rahmen der Studie, welche er als unabh�ngiger Versicherungsmathematiker erstellt hat. Die von der Friedrich-Ebert-Stiftung in Auftrag gegebene Studie kann unter http://www.bundderversicherten.de/app/download/Riester_Studie.pdf heruntergeladen werden.
