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Langfriststudie �ber die entscheidenden globalen Wachstumstrends bis 2020 (Teil 4): 4.000.000.000.000 US-Dollar mehr Umsatz mit Gesundheit

(04.04.2012) • Der Gesundheitsmarkt bleibt auch in den kommenden Jahren ein Wachstumsmarkt. Der technische Fortschritt, die alternde Gesellschaft und der steigende Wohlstand in den Schwellenl�ndern lassen die Ums�tze bis 2020 um vier Billionen US-Dollar auf insgesamt zehn Billionen US-Dollar steigen. In einer einzigartigen Langfristprognose identifizierte die internationale Managementberatung Bain & Company die steigende Nachfrage nach Therapien, Therapeutika und anderen Gesundheitsdiensten als einen von acht strukturellen Trends, die bis zum Jahr 2020 zu einem Anstieg des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 40 Prozent auf 90 Billionen US-Dollar f�hren werden.

Die �ffentlichen Kassen sind leer, die Beitr�ge zur Krankenversicherung hoch und die Aussichten auf neue Blockbustermedikamente gering. Dennoch h�lt das Wachstum im weltweiten Gesundheitsmarkt an. Bis 2020 werden die Ums�tze um 66 Prozent oder vier Billionen US-Dollar auf zehn Billionen US-Dollar steigen. Dieses Wachstum entf�llt je zur H�lfte auf die Industrie- sowie auf die Schwellen- und Entwicklungsl�nder. Mit durchschnittlichen Steigerungsraten von bis zu 15 Prozent pro Jahr entwickeln sich die M�rkte in Asien, Afrika und Lateinamerika zwar dynamischer, doch �ndert das nichts an der Dominanz des Westens. So werden die Gesundheitsausgaben in den USA pro Kopf von 8.400 US-Dollar im Jahr 2010 auf 12.300 US-Dollar 2020 zulegen. In den BRIC-Staaten steigen sie im gleichen Zeitraum von 200 auf 500 US-Dollar, und in den Entwicklungsl�ndern von 100 auf 400 US-Dollar.

Dieser Unterschied l�sst sich nur zum Teil auf das bestehende Wohlstandsgef�lle zur�ckf�hren. �In M�rkten wie China kann das Gesundheitsangebot noch nicht mit der explodierenden Nachfrage Schritt halten�, sagt Dr. Norbert H�ltenschmidt, Partner bei Bain & Company und Leiter der weltweiten Healthcare-Praxisgruppe. 2009 wollten laut einer Statistik die Einwohner in Peking 138 Millionen Mal zum Arzt gehen. Doch die Mediziner-Kapazit�ten in der chinesischen Hauptstadt erm�glichten nur knapp zwei Millionen Patienten zumindest einmal eine offizielle Behandlung durch einen Arzt.

Unvermindert steigende Gesundheitsausgaben in den Industriestaaten

Ein weiterer zentraler Faktor f�r den weltweiten Aufschwung im Gesundheitsmarkt sind die unver�ndert wachsenden Ausgaben in den Industriestaaten � trotz leerer Staatskassen. Die Bain-Studie nennt drei Gr�nde daf�r: Erstens geht die anhaltende Alterung der westlichen Gesellschaft und die Ausbreitung von Zivilisationskrankheiten wie Diabetes und Fettleibigkeit mit steigenden Behandlungs- und Arzneimittelkosten einher. Zweitens verbessert der technische Fortschritt die M�glichkeiten, einst unheilbare Krankheiten wie Krebs zu therapieren. Und drittens f�rdert das h�here Gesundheitsbewusstsein der Menschen ihre Bereitschaft, Annehmlichkeiten wie Massagen oder Vitaminpr�parate aus eigener Tasche zu zahlen.

Mehr Ver�nderungen im Gesundheitswesen bis 2020 als in den letzten 50 Jahren

Angesichts der Finanznot der �ffentlichen Hand wird es in den kommenden Jahren zu weitreichenden Anpassungen im Gesundheitssektor der Industriestaaten kommen. �In den n�chsten Jahren werden wir mehr Ver�nderungen im Gesundheitswesen sehen als jemals zuvor�, ist Bain-Experte H�ltenschmidt �berzeugt. So werden die st�ndig aktuelle, pers�nliche Patientenakte und integrierte Behandlungssysteme kostspielige Doppeluntersuchungen vermeiden und die Effizienz des gesamten Systems dramatisch verbessern. Zudem h�lt ein striktes Kosten-Nutzen-Denken in Kliniken, Arztpraxen und bei Versicherern Einzug. �Es geht in Zukunft nicht mehr um die bestm�gliche Behandlung, sondern um die bestm�gliche Behandlung zu den bestm�glichen Kosten�, sagt Norbert H�ltenschmidt. Darauf werden schon die Patienten achten, die einen immer h�heren Teil der Kosten selber tragen m�ssen. �Die Marktmacht der Patienten w�chst und ver�ndert die Spielregeln im gesamten Gesundheitssektor�, so H�ltenschmidt. �Egal ob Versicherer, Pharmahersteller oder Arzt, sie alle m�ssen sich wesentlich st�rker an den Bed�rfnissen ihrer Kunden, den Patienten, ausrichten.�

Die gr��ere Marktmacht der Patienten in den Industriestaaten und das wachsende Kostenbewusstsein �ndern jedoch nichts an der Tatsache, dass der Gesundheitsmarkt weiterhin schneller wachsen wird als die Gesamtwirtschaft. Zu gro� ist der Bedarf einer alternden Gesellschaft und zu rasant der technische Fortschritt. In diesem Markt bildet sich aber eine �v�llig neue Gesundheitsarchitektur�, wie H�ltenschmidt sie nennt, �mit neuen Strukturen, neuen Technologien und neuen Gesch�ftsmodellen� heraus.

Ein Milliardenmarkt f�r Gut-Genug-Medikamente entsteht

Dies gilt vor allem f�r die Pharmabranche, deren Erfolg lange auf der Entwicklung und Vermarktung patentgesch�tzter Medikamente beruhte. Nach �berzeugung von Norbert H�ltenschmidt ist dieses �Innovatorenmodell� in Zukunft schon aufgrund der r�ckl�ufigen Zahl von Blockbustern nur noch eine von mehreren strategischen Alternativen f�r Pharmahersteller. Daneben treten so genannte �Adjacency-Player�, die �hnlich einem Private-Equity-Fonds attraktive Gesundheitsm�rkte identifizieren, dort Spezialisten akquirieren, weiterentwickeln und nach einigen Jahren wieder ver�u�ern. Daf�r brauchen Adjacency-Player ein tiefes Kunden- und Marktverst�ndnis sowie gute M&A-F;�higkeiten. Eine weiteres Pharma-Gesch�ftsmodell sind �Gut-Genug-Anbieter�, die sich auf die kosteng�nstige Herstellung von Medikamenten mit ausreichenden Qualit�tsstandards konzentrieren. Insbesondere diese Unternehmen werden von der erwarteten Verdoppelung der Ausgaben f�r Pharmazeutika in L�ndern wie China und Indien profitieren. �F�r etablierte Hersteller bedeutet der Abschied vom Innovatorenmodell einen Kulturschock�, so H�ltenschmidt. �K�nftig entscheidet nicht mehr prim�r der Erfolg in der Forschung �ber den Erfolg am Markt, stattdessen treten Faktoren wie Geschwindigkeit in der Produktentwicklung und Kostenvorteile in Produktion und Vertrieb in den Vordergrund.� Doch die Anpassung lohnt sich: Die Ausgaben f�r Gut-Genug-Medikamente werden weltweit rasant steigen.

Zusammenfassung:

Die acht Billionen-Dollar-Wachstumstrends und ihr Umsatzpotenzial bis 2020

  1. Wachsende Mittelschicht: plus 10 Billionen US-Dollar
    Insbesondere in den Schwellenl�ndern werden 1,3 Milliarden Menschen bis 2020 die kritische Grenze von 5.000 US-Dollar Haushaltseinkommen pro Jahr �berschreiten und erstmals �ber freies Einkommen f�r den Konsum verf�gen.
  2. Ausbau der Infrastruktur: plus 1 Billion US-Dollar
    W�hrend in den Industriestaaten angesichts leerer staatlicher Kassen Stra�en, Bahntrassen und Stromnetze vermehrt von privaten Unternehmen finanziert werden, investieren die Schwellenl�nder selbst massiv in moderne Infrastruktur.
  3. Steigende Milit�rausgaben:plus 1 Billion US-Dollar
    Der wachsende Wohlstand asiatischer Staaten wird mit einer Aufr�stung einhergehen, denn diese L�nder wollen ihre Liefer-und Absatzwege auch milit�risch absichern. Im Westen stehen Terrorbek�mpfung und neue Themen wie Cyber War mit ausgefeilter Abh�r- und Funktechnik im Zentrum.
  4. Effizienter Rohstoffeinsatz: plus 3 Billionen US-Dollar
    Angesichts endlicher Ressorcen steigen die Preise f�r Rohstoffe wie �l, Getreide und Metalle. Zugleich er�ffnet die wachsende Knappheit der Ressourcen neue Chancen f�r Anbieter alternativer und ressourcenschonender Produktionsverfahren.
  5. Bessere Bildung:plus 2 Billionen US-Dollar
    Je gr��er der Wohlstand, desto gr��er der Bedarf nach qualifizierten Arbeitskr�ften. Der War for Talent wird ein Dauerbrenner bleiben � und zwar in Industrie- und Schwellenl�ndern. Denn auch in den sich entwickelnden M�rkten fehlen inzwischen Fach- und F�hrungskr�fte. Neue Technologien, wie eLearning er�ffnen in diesem Umfeld westlichen Anbietern neue Wachstumschancen.
  6. H�here Gesundheitsausgaben:plus 4 Billionen US-Dollar
    Die rasante Alterung der Bev�lkerung in den Industriestaaten und der medizinische Fortschritt treiben den Gesundheitsmarkt weiter an .
  7. Optimierte Produkte und Dienste: plus 5 Billionen US-Dollar
    Mit einer st�ndigen Verbesserung bestehender Produkte und Dienstleistungen wecken Unternehmen neue Bed�rfnisse bei Verbrauchern. Der Gebrauch teurer Smartphones anstelle einfacher Handys oder der �bergang vom Filterkaffee zu erheblich teureren Kapseln und Pads zeigen das hier schlummernde Potenzial.
  8. Bahnbrechende Innovationen:plus 1 Billion US-Dollar
    Insbesondere in der Nanotechnologie, der Biotechnologie, der Robotik, der k�nstlichen Intelligenz und bei sozialen Medien k�nnte es zu technologischen Durchbr�chen kommen, die einen Produktivit�tsschub in weiten Teilen der Wirtschaft ausl�sen.
Quelle: // Bain & Company Germany, Inc. (2012)

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