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Niedrigzins: Erneute Beitragserh�hungen drohen
(06.06.2013) • Mit horrenden Beitragserh�hungen hat die private Krankenversicherung (PKV) in den letzten Jahren immer wieder auf sich aufmerksam gemacht, nun drohen den knapp neun Millionen privat Versicherten in Deutschland erneut deutlich h�here Kosten. Der Grund: Wegen dauerhaft niedriger Zinsen am Kapitalmarkt sehen sich einige Versicherer dazu gezwungen, den Rechnungszins abzusenken.
"Dies wird definitiv Beitragserh�hungen f�r die Versicherten zur Folge haben", erkl�rt Ozan S�zeri, Gesch�ftsf�hrer der WIDGE.de GmbH. "Die niedrigeren Kapitalzuw�chse bei einem abgesenkten Zinssatz m�ssen schlie�lich ausgeglichen werden."
Mit dem Rechnungszins werden die Altersr�ckstellungen der Versicherten verzinst - so sollen im Alter Beitragssteigerungen abgeschw�cht werden. Bislang lag der Zinssatz bei 3,5 Prozent, inzwischen r�umen jedoch viele Versicherungsgesellschaften ein, dass sie diesen nicht mehr halten k�nnen. Bereits f�r die neuen Unisex-Tarife, die Ende letzten Jahres eingef�hrt wurden, haben fast alle Versicherer eine Absenkung auf 2,75 Prozent oder sogar weniger vorgenommen. "W�hrend bislang nur Neukunden von dieser Problematik betroffen waren, wird die jetzt geplante Absenkung auch alle Bestandskunden treffen", erkl�rt S�zeri.
�nderung des Rechnungszins steht an
Die Axa hat als erstes Unternehmen offiziell bekannt gegeben, dass eine �nderung des Rechnungszinses ansteht. Eine aktuelle Untersuchung zeigt zudem, dass voraussichtlich noch 17 weitere Gesellschaften diesen Schritt vornehmen m�ssen. "Hier wird deutlich, dass Versicherer, die das Kapital konservativ und sicherheitsorientiert angelegt haben, jetzt besser aufgestellt sind. Bei allen anderen Gesellschaften sind die Versicherten die Leidtragenden - sie m�ssen f�r die Konsequenzen der jeweiligen Anlagestrategien aufkommen", so S�zeri. Eine M�glichkeit f�r Bestandskunden die Kosten zu senken, ist laut dem Versicherungsexperten der Tarifwechsel innerhalb der Gesellschaft.










