Blickpunkt
Superreiche setzen auf Immobilien
(17.01.2014) • Privates Verm�gen pr�gt zunehmend die Immobilienm�rkte der Welt. So hat sich der Eigenkapitaleinsatz in Immobilien-Gro�transaktionen ab US$ 10 Mio. seit 2009 nahezu verdreifacht.
Der aktuellen gemeinsamen Analyse des internationalen Immobiliendienstleistungsunternehmens Savills und des weltweit f�hrenden UHNW-Informationsdienstleisters zu Ultra High Net Worth Individuals (UHNWIs), Wealth-X, halten die ann�hernd 200.000 UHNWIs der Welt mittlerweile etwa ein F�nftel ihres Verm�gens in Immobilien.
Gesamtimmobilienwert weltweit auf ca. US$ 180 Billionen
In dem gerade ver�ffentlichen Report Around The World in Dollars and Cents sch�tzt Savills den Gesamtimmobilienwert weltweit auf ca. US$ 180 Billionen, wovon es sich bei 72 % um eigengenutzte Wohnimmobilien handelt. Von dem �investierbaren� Immobilienbestand im Wert von US$ 70 Billionen, der regelm��ig gehandelt wird � darunter Gewerbeimmobilien im Wert von US$ 20 Billionen � wird �ber die H�lfte von Privatpersonen sowie privaten Unternehmen und Organisationen erworben. Institutionelle Investoren, Immobilien-AGs und Unternehmen der �ffentlichen Hand verlieren in der Folge am globalen Immobilienmarkt zunehmend an Bedeutung.
Ca. 3 % bzw. US$ 5,3 Billionen des weltweiten Immobilienverm�gens befinden sich im Besitz von UHNWIs. Diese verm�gendsten 0,003 % der Weltbev�lkerung halten ein Immobilienverm�gen von jeweils durchschnittlich US$ 26,5 Millionen.
Privateigent�mer gewinnen zunehmend an Bedeutung
�Bei globalem Immobilienbesitz handelt es sich �berwiegend um eigengenutzte Wohnimmobilien; jedoch gewinnen Privateigent�mer in der Welt der gehandelten Investment-Immobilien zunehmend an Bedeutung�, sagt Yolande Barnes, Head of Savills World Research. �Seit der nordatlantischen Schuldenkrise 2008 sind Staatsfonds, Verm�gensverwaltungsgesellschaften, Privatbanken und Family Offices in Deals eingetreten, die f�r Gesch�ftsbanken uninteressant wurden.�
�Big-ticket�-Deals (> US$ 10 Mio.) 2012 nur dank privater Mittel m�glichBarnes f�hrt weiter aus: �In den f�hrenden Weltmetropolen macht die Bereitschaft von Privatverm�gen, Fremdkapital zu ersetzen bzw. ein Projektentwicklungsrisiko zu tragen, mittlerweile den Unterschied zwischen durchgef�hrten Transaktionen und nicht realisierten Projekten aus.� Savills zufolge waren ca. 35 % (bzw. 6.200) der weltweiten �big-ticket�-Deals (> US$ 10 Mio.) 2012 nur dank privater Mittel m�glich.
Mykolas D. Rambus, CEO von Wealth-X, best�tigt die zunehmende Bedeutung von privatem Verm�gen: �Laut unserer Prognose wird die Zahl der UHNWIs bis 2018 um 22 % steigen. Wir gehen davon aus, dass deren Gesamtverm�gen von aktuell US$ 27,8 Billionen bis dahin auf US$ 36 Billionen anw�chst. Dies bietet gro�artige Chancen f�r die Akteure des globalen Immobilienmarktes, das richtige Produkt an den richtigen Standorten zu realisieren.�
Wie sich Privatkapital bei Immobilien bewegt
Das Unternehmen hat ferner analysiert, wie sich Privatkapital in der Immobilienwelt bewegt und dabei festgestellt, dass der Gro�teil der Investments (92 %) in der jeweiligen Heimatregion erfolgt. Nordamerika sticht am deutlichsten als einheimisch gepr�gter Markt heraus � hier zeichnen US-B�rger f�r 99 % aller UHNWI-Investments verantwortlich.
Inzwischen verzeichnen sowohl Industrie- als auch Schwellenl�nder deutlich h�here Cross-Border-Investitionen. Knapp die H�lfte (44 %) der UHNWI-Investoren in Afrika und zwei Drittel (66 %) in Lateinamerika kommen von jeweils anderen Kontinenten.
Die europ�ischen Immobilienm�rkte sind am gr��ten und internationalsten, da sie gemessen an der Transaktionsgr��e den h�chsten Anteil an Investitionen aus dem Ausland aufweisen. Dabei ist London der herausstechende globale Zielmarkt f�r private Immobilieninvestments aus praktisch jedem Winkel der Erde.
UHNWIs zuk�nftig in direkterem Wettbewerb mit institutionellen Investoren
�In den letzten Jahren konnten wir eine Tendenz auf Seiten der UHNWIs hin zu Trophy-Immobilien in �sicheren H�fen� zum Zwecke des Kapitalzuwachses und der Verm�genssicherung beobachten�, sagt Barnes. �F�r die Zukunft gehen wir davon aus, dass einige damit beginnen werden, auf langfristige, ertragsorientierte Anlagen zu fokussieren. UHNWIs werden zuk�nftig in direkterem Wettbewerb mit institutionellen Investoren stehen. Da sie jedoch opportunistischer ausgerichtet und weniger an formale Kriterien gebunden sind, d�rften sie sich eher zu Wegbereitern und Vorreitern entwickeln als Unternehmen.�









