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EU-Parlament will Provisionen offenlegen

(27.02.2014) • Der Kauf einer Versicherung soll in Zukunft einfacher werden und mit weniger Risiken behaftet sein, fordert das Europaparlament. Am Mittwoch stimmten die EU-Abgeordneten �ber �nderungsantr�ge zu einer geplanten Reform der EU-Regeln ab, die festlegen, welche Informationen Versicherungsvertreter ihren Kunden liefern m�ssen, darunter auch die offengelegten Provisionen.

Der Entwurf der Kommission wurde von den EU-Abgeordneten in entscheidenden Punkten ver�ndert: beim Verkauf von Lebens- und Sachversicherungen sollen in Zukunft f�r alle Versicherungsfirmen und Makler gleiche Bedingungen herrschen. Auch m�ssen alle Anbieter ihren Kunden gleiche Informationen zur Verf�gung stellen.

Leicht verst�ndliche Informationen

Bevor potenzielle K�ufer einen Vertrag unterzeichnen, m�ssen ihnen ausreichende Informationen zur Verf�gung gestellt werden. Dazu z�hlen klare und leicht verst�ndliche Ausf�hrungen zur Art der Versicherung, die mit dem Vertrag einhergehenden Verpflichtungen, die versicherten und ausgeschlossenen Risiken, m�gliche Zahlungsmethoden und die Kosten.

Die K�ufer m�ssen ebenfalls �ber die Gesamt-Vertragssumme informiert werden, inklusive Beratung und Dienstleistungsentgelte.

Versicherungsmakler m�ssen dar�ber hinaus ihre Identit�t und Kontaktdaten offenbaren und auf m�gliche Interessenskonflikte hinweisen.

Die EU-Staaten k�nnen von den Versicherungsmaklern auch verlangen, jegliche Art von Provisionen und Geb�hren offenzulegen.

Kundenw�nsche haben Vorrang

Alle Versicherungsmakler sollten sich bei einer Beh�rde oder Institution ihres Landes registrieren lassen, hei�t es im Text weiter. Auch m�ssten sie auf die korrekte Ausbildung ihrer Angestellten achten, damit diesen den W�nschen der Kunden tats�chlich gerecht werden k�nnen.

Wer Versicherungen vertreibt, sollte in Zukunft selbst gegen Klagen wegen beruflicher Fahrl�ssigkeit versichert sein. Der Versicherungsschutz sollte mindestens 1.250.000 Euro betragen.

Makler, die die Produkte anderer Versicherungsunternehmen vertreiben, sollten gemeinsam einen Garantiefonds schaffen, der Mittel im Wert von 4 % aller j�hrlich eingenommenen Pr�mien enth�lt. Aus diesem Fonds sollten Kunden entsch�digt werden, deren Versicherer f�llige Pr�mien oder Schadenssummen nicht zahlen kann.

Versicherungspakete

Wird eine Versicherung im Paket mit anderen Dienstleistungen oder Produkten verkauft, sollten Kunden die M�glichkeit haben, die Bestandteile gemeinsam oder getrennt zu kaufen. Auch m�ssten die Informationen �ber Kosten und Risiken f�r jeden Bestandteil des Gesamtpakets einzeln aufgelistet werden.

Die n�chsten Schritte

Das Parlament hat �ber die �nderungsantr�ge abgestimmt, nicht aber �ber das zugrundeliegende Gesetzespaket im Ganzen. Damit wollen die EU-Abgeordneten ihre Position verdeutlichen, ohne gleichzeitig die T�re f�r eine Einigung mit dem Ministerrat in erster Lesung zu verschlie�en.

Quelle: // Europ�isches Parlament (2014)

Lesermeinungen

27.02.2014 13:22:34 Pales Versicherungsdienst

Was bitte hei�t: "Makler, die die Produkte anderer Versicherungsunternehmen vertreiben,..." ? Der eigenen? Das kann nicht sein, Der Gesellschaften, die ich h�ufiger anbiete als andere, das ist wohl auch nicht gemeint. Ich vermute dass da wieder EU-Technokraten am Werk waren, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben und die jeden der Versicherungen vermittelt f�r einen Makler halten.

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Quelle: experten
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