Vor allem in der Altersgruppe der 12- bis 17-J�hrigen griffen im Jahr 2010 deutlich weniger Jugendliche regelm��ig zu alkoholischen Getr�nken. W�hrend 2004 noch etwa jeder F�nfte (21 Prozent) dieser Altersgruppe angab, mindestens einmal in der Woche Alkohol zu trinken, lag dieser Anteil im vergangenen Jahr bei rund 13 Prozent. Auch die Zahl derer, die das so genannte Binge Trinken, also den Konsum von mindestens f�nf alkoholischen Getr�nken bei einer Gelegenheit, praktizieren, ist �ber alle Altersgruppen hinweg leicht gesunken. Doch noch immer geben 16,7 Prozent der minderj�hrigen Jugendlichen an, im letzten Monat Binge Trinken betrieben zu haben. Im Jahr 2004 waren es noch 22,6 Prozent. Vor allem bei Jungen und jungen M�nnern ist dieses riskante Trinkverhalten weiterhin verbreitet. So praktizierte im vergangenen Jahr jeder F�nfte 12- bis 17-J�hrige mindestens einmal im Monat Binge Trinken, bei den 18- bis 25-J�hrigen war es sogar jeder Zweite.
Mechthild Dyckmans, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, erkl�rt: �Die aktuellen Konsumzahlen zeigen, dass der Ansatz der Bundesregierung, in der Drogen- und Suchtpolitik einen Schwerpunkt auf die Alkoholpr�vention im Jugendalter zu legen, richtig ist. Der hohe Alkoholkonsum bei einem Teil der jungen Menschen ist ein gesellschaftliches Problem, dem mit Aufkl�rung, Information und gezielten Pr�ventionsma�nahmen begegnet werden muss. Es zeigt sich, dass besonders das Rauschtrinken bei den Jugendlichen immer noch weit verbreitet ist. Auch wenn die Zahlen der Krankenhauseinweisungen wegen Alkoholvergiftungen bei den 10- bis 15-J�hrigen um vier Prozent gesunken sind, d�rfen wir mit unseren Pr�ventionsbem�hungen nicht nachlassen."
�Alkohol ist nach wie vor das Suchtmittel Nummer eins bei jungen Menschen�, betont Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale f�r gesundheitliche Aufkl�rung. �Sie trinken insgesamt immer noch deutlich zu viel. F�r viele Jugendliche geh�rt Alkohol zum Feiern und Spa� haben dazu, �ber die gerade f�r junge Menschen schweren gesundheitlichen Folgen sind sie sich dabei oft nicht im Klaren. Dies alles zeigt: Pr�vention ist und bleibt unverzichtbar.�
Erstmals wurden mit der vorliegenden Studie der BZgA Jugendliche nach ihren Trinkmotiven und ihrer Einstellung zum Alkohol befragt. Die Ergebnisse zeigen: Es sind vor allem soziale Faktoren, die den Alkoholkonsum von Jugendlichen beeinflussen. Sie trinken, um Spa� zu haben, Hemmungen zu �berwinden und weniger sch�chtern zu sein. F�r den Alkoholkonsum entscheidend ist au�erdem das direkte Umfeld junger Menschen. Je mehr und je h�ufiger Alkohol etwa im Freundeskreis getrunken wird, desto h�her ist der eigene Alkoholkonsum.
Die Jugendkampagne �Alkohol? Kenn dein Limit.�, die die BZgA seit 2009 und mit finanzieller Unterst�tzung des Verbandes der privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) durchf�hrt, zielt darauf ab, Jugendliche zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol zu motivieren. Wie die Studie zeigt, sind die Kampagnenbotschaften �ber Plakate, Anzeigen in Jugendmedien, Social- Media-Aktivit�ten und Spotschaltungen in Kino und Fernsehen schon nach einem Jahr Laufzeit bei mehr als 90 Prozent der Jugendlichen angekommen.
�Die Studienergebnisse zeigen eindeutig die Notwendigkeit umfassender Pr�ventionsarbeit�, sagt Dr. Volker Leienbach, Direktor des Verbandes der privaten Krankenversicherung e.V. �Zugleich machen die Zahlen deutlich, dass das von der PKV erm�glichte Pr�ventionsprojekt �Alkohol? Kenn Dein Limit.� erste positive Ergebnisse zeigt. Daher wird sich die private Krankenversicherung auch weiterhin umfassend gegen Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen engagieren.�
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