Versicherung
Atradius-Studie zeigt: 30% der Forderungen gegen�ber Gesch�ftskunden �berf�llig; 3% fallen komplett aus; Hauptgrund: Liquidit�tsschwierigkeiten des Abnehmers
(05.06.2012) • Unternehmen in Westeuropa k�mpfen weiter mit versp�teten Zahlungen, Forderungsausf�llen und einem erh�hten Risiko bei Lieferantenkrediten. Nach Angaben der im Rahmen des Atradius Zahlungsmoralbarometers befragten Unternehmen wurden 30% der Forderungen gegen�ber Gesch�ftskunden zu sp�t beglichen. 20% davon waren mehr als zwei Monate �berf�llig. 3% fielen komplett aus. Am angespanntesten ist die Lage in Griechenland, wo Rechnungen durchschnittlich 90 Tage zu sp�t beglichen werden und im Vergleich zum westeurop�ischen Durchschnitt mehr als doppelt so viele Forderungen uneinbringlich sind. Im Gegensatz zu einer Verbesserung erwarten dreimal so viele Studienteilnehmer eine Verschlechterung der Zahlungsmoral in den n�chsten sechs Monaten.
Atradius liess 2.886 Unternehmen in 14 L�ndern Westeuropas f�r die Studie befragen. Die gr�ssten Probleme gibt es demnach in Griechenland, wo 41,1% der Forderungen gegen�ber inl�ndischen Gesch�ftskunden zu sp�t beglichen wurden, gefolgt von Italien mit 39,5% und Irland mit 38,2% (westeurop�ischer Durchschnitt: 30%). Davon waren jeweils 18,7% (Griechenland), 11,7% (Italien) und 6,5% (Irland) mehr als drei Monate �berf�llig (westeurop�ischer Durchschnitt: 6%).
Im Vergleich zum vergangenen Jahr hat sich der durchschnittliche Anteil von Verk�ufen mit Zahlungsziel kaum ver�ndert. Griechenland und die T�rkei, die zum ersten Mal befragt wurden, zeigen jedoch deutlich abweichende Ergebnisse beim Gesch�ft mit inl�ndischen Kunden. Griechenland (66,1%) und die T�rkei (65,8%) wiesen den zweit- und dritth�chsten Anteil von Verk�ufen mit Zahlungsziel im Inland und die l�ngsten Zahlungsziele f�r inl�ndische Gesch�ftspartner auf (85 Tage in der T�rkei und 75 Tage in Griechenland). Griechenland zeigte dar�ber hinaus den h�chsten Anteil von �berf�lligen Rechnungen im Inland (41%) und von inl�ndischen Forderungen, die mehr als 90 Tage �berf�llig sind (18,7%). Zudem war der Anteil uneinbringlicher Forderungen im Inland mit 7,4% mehr als doppelt so hoch als der westeurop�ische Durchschnitt von 3,5%.
Im Studiendurchschnitt fielen rund 3% aller Forderungen gegen�ber inl�ndischen Gesch�ftspartnern aus. Die befragten Unternehmen in Griechenland gaben die h�chste durchschnittliche Ausfallquote bei Gesch�ftskunden an. Demnach waren hier 7,4% der Forderungen im Inland uneinbringlich. Italien wies mit 5,4% die zweih�chste Ausfallquote auf.
Wie im vergangenen Jahr gaben die Studienteilnehmer Liquidit�tsengp�sse als Hauptgrund f�r versp�tete Zahlungen ihrer Gesch�ftskunden an. 66,8% der befragten Unternehmen nannten dies als Ursache f�r versp�tete Zahlungen inl�ndischer Gesch�ftspartner, 46,2% f�r ausl�ndische Gesch�ftspartner. Unternehmen in Westeuropa werden voraussichtlich auch in den n�chsten sechs Monaten mit Liquidit�tsschwierigkeiten ihrer Gesch�ftskunden zu k�mpfen haben. Im Gegensatz zu einer Verbesserung erwarten dreimal so viele Studienteilnehmer eine Verschlechterung der Zahlungsmoral.
Um sich vor versp�teten Zahlungen und Forderungsausf�llen zu sch�tzen, wollen rund 48,6% der Studienteilnehmer in Westeuropa verst�rkt auf aktives Forderungsmanagement setzen und dabei regelm�ssiger die Kreditw�rdigkeit ihrer Kunden �berpr�fen, das Mahnwesen intensivieren und h�ufiger Sicherheiten verlangen.
Andreas Tesch, Vorstandsmitglied und Chief Market Officer von Atradius N. V.: "Die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Westeuropa sind bedenklich. Die Unsicherheit �ber die Zukunft Griechenlands in der Eurozone und die allgemein schwachen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa deuten auf eine Phase steigender Insolvenzzahlen und Forderungsausf�lle hin. Das Studienergebnis f�r Griechenland mit einer Ausfallquote von 7,4% gegen�ber dem westeurop�ischen Durchschnitt von 3,5% unterstreicht deutlich das verschlechterte Risikoumfeld in diesem Land. Das Forderungsausfallrisiko in Griechenland und ganz Europa wird kurzfristig nicht sinken. Im Gegenteil, wir erwarten einen Anstieg der Insolvenzzahlen von 5 bis 10% in Europa. Deswegen ist das Management von Ausfallrisiken ein entscheidender Erfolgsfaktor. Die meisten der im Rahmen des Atradius Zahlungsmoralbarometers befragten Unternehmen scheinen sich der Risiken bewusst zu sein und ergreifen wichtige Massnahmen, um auch in einem schwierigeren Gesch�ftsumfeld erfolgreich zu sein. Als Kreditversicherer ist Atradius regelm�ssig in viele der in der Studie genannten Massnahmen eingebunden, um die Unternehmensbilanzen zu sch�tzen und - noch wichtiger - die Existenz unserer Kunden zu sichern. Es ist wichtig, Zahlungsausfallrisiken genau zu beobachten und zu minimieren, aber mit steigenden Insolvenzen werden auch Forderungsausf�lle zunehmen. Wenn Unternehmen mit Forderungsausf�llen konfrontiert sind, kann eine Versicherung gegen die dadurch entstehenden Sch�den die beste Unterst�tzung sein."
Der komplette Bericht �ber die Ergebnisse der 11. Ausgabe des Atradius Zahlungsmoralbarometers steht auf http://www.atradius.com im Bereich "Publikationen" bereit.




