Termine

Moderne Antrags- und Leistungsbearbeitung

Elektronische Systeme auf dem Vormarsch

(22.09.2014) • Die Antrags- und Leistungsbearbeitung ist in der Personenversicherung seit je her ein zentrales Element. Die Kundenerwartungen an Service und Schnelligkeit steigen stetig, gleichzeitig sind aber auch die Versicherer darauf bedacht, schlanke und effiziente Systeme und Abl�ufe zu haben, die ihre Mitarbeiter bei der Bearbeitung von Antr�gen und Leistungsf�llen unterst�tzen. Welche Methoden und Tools aktuell in der Branche eingesetzt und diskutiert werden, wurde auf der Fachkonferenz �Innovative Konzepte in der Antrags- und Leistungsbearbeitung� der Versicherungsforen Leipzig am 16. und 17. September 2014 in Leipzig besprochen.

Vor allem die Relevanz von elektronischen Systemen zur Risikopr�fung wurde gleich in den ersten Vortr�gen der Konferenz, der �ber 50 Fachexperten aus der Versicherungsbranche beiwohnten, deutlich. Dr. Orna Gr�n (E+S R�ck) stellte gemeinsam mit Theo Breit (COR&FJA;) sowie Zouhair Haddou (ARAG) das Risikopr�fungstool ESmeRiT der E+S R�ck vor: eine umfangreiche medizinische Datenbank, deren Daten dem Versicherer als Entscheidungsgrundlage bei der Bearbeitung eines Antrags dienen k�nnen. Einen Schritt weiter geht die Munich Re zusammen mit Franke und Bornberg. Das gemeinsam entwickelte, anbieter�bergreifende Tool vers.diagnose f�hrt die Vermittler elektronisch durch die Risikopr�fungsfragen einer Risikolebens- oder Berufsunf�higkeitsversicherung und bietet direkt im Anschluss verbindliche Vertragsangebote verschiedener angeschlossener Versicherer an. Frau Dr. Sylvia Thie�en-L�ders (Munich Re) und Katrin Bornberg stellten das Tool auf der Konferenz live vor und zeigten eine exemplarische Risikopr�fung. Alexander Grafl (AXA Konzern) erkl�rte die Vorteile anschlie�end aus Versicherersicht und lobte vor allem, dass sich der vorgelagerte manuelle Risikovoranfrageprozess seit Einf�hrung von vers.diagnose extrem verringert habe. Auch Dr. Christian Kirsch (Zurich) berichtete in seinem Vortrag von den positiven Erfahrungen der Zurich mit dem System.

Unter dem Motto �Risikopr�fsysteme am Point of Sale (POS) � Fluch oder Segen f�r den Vertrieb� diskutierten Dr. Sylvia Thie�en-L�ders (Munich RE), Dr. Christian Kirsch (Zurich) und Dr. Martin P�ll (TELIS) unter der Moderation von Versicherungsforen-Gesch�ftsf�hrer Jens Ringel eines der Kernthemen der zweit�gigen Konferenz. Den unterschiedlichen Systemen am Markt standen alle Diskutanten offen gegen�ber. Jede Alternative (Teleunderwriting, automatisierte Risikopr�fung usw.) habe ihre Daseinsberechtigung, f�r jeden Vertriebsweg sind z.B. unterschiedliche Systeme geeignet. Versicherer, die jedoch weiterhin auf einer nicht-automatisierten Risikopr�fung bestehen, h�tten mittelfristig einen Wettbewerbsnachteil. Dr. Kirsch betonte zwar, dass die Branche generell eher traditionell und konservativ sei und die langsame Papierverarbeitung erst in einem schleichenden Prozess abgel�st werden w�rde, sich die Geschwindigkeit aber auf Dauer zum essentiellen Erfolgskriterium entwickle. Dr. P�ll betonte zudem die M�glichkeit f�r Versicherer und Vermittler, durch Automatisierung Kosten zu reduzieren.

Im weiteren Verlauf der Podiumsdiskussion wurde auch erwogen, ob Kunden bei einer m�glichen sofortigen Ablehnung ihres Antrags eventuell mit Verweigerung reagieren. Dr. Kirsch betonte jedoch, dass der Kunde auch bei elektronisch automatisierter Ablehnung eines Antrags profitiert, da der Vermittler in diesem Fall mit dem Kunden direkt Alternativen zur urspr�nglich gew�nschten Versicherung diskutieren und eruieren kann. Auch bei der Papierverarbeitung sei der Vermittler der ��berbringer� der Ablehnung, jedoch in der Regel erst bei einem zweiten Termin, der aufgrund der Ablehnung schon einen eher negativen Einstieg hat. Frau Dr. Thie�en-L�ders unterstrich, dass ein ganzheitlicher Beratungsprozess des Kunden in jedem Fall einen Vermittler braucht. Denn nutzt der Kunde ein automatisiertes System allein, entsteht im Fall einer Ablehnung wieder ein Bruch, da ein Vermittler konsultiert werden m�sste. Die automatisierte Risikopr�fung solle jedoch genau diesen Bruch verhindern. Zudem bleibe das Vertrauensverh�ltnis zwischen Vermittler und Kunde auch in Zukunft ein wichtiger Faktor.

Insgesamt bef�rworteten alle Diskutanten die Einf�hrung einer Risikopr�fung am POS, gaben jedoch zu bedenken, dass immer Voten existieren werden, die sich nicht elektronisch abbilden lassen und von Hand gepr�ft werden m�ssen.

Von ihren individuellen Erfahrungen in der Antrags- und Leistungsbearbeitung berichteten die Referenten der Generali Lebensversicherung, HUK-Coburg Lebensversicherung und der N�rnberger Versicherung �sterreich.

Alexander Rettkowski (Generali LV) widmete sich in seinem Vortrag dem Thema �Herausforderungen und L�sungsans�tze psychischer Erkrankungen�. Die steigende Anzahl von Diagnosen psychischer Erkrankungen sei f�r alle Versicherer eine gro�e Baustelle. Die Generali begegnet dieser Problemstellung mit dem Einsatz einer hauseigenen Psychologin, die ihr Know-how in die Risiko- und Leistungspr�fung einbringt und die Fallentscheidung dadurch ma�geblich vereinfacht.

Das Thema Teleunderwriting griff Dr. Stefanie Schramm von der HUK-Coburg in ihrem Vortrag auf. Das Unternehmen setzt Teleunderwriting in Form von Small-T seit rund f�nf Jahren ein und schaut positiv auf diese Zeit zur�ck. Durch die Reduzierung der Bearbeitungsdauer und die h�here Policierungsquote sei die Resonanz der Kunden sehr positiv, weniger (schriftliche) R�ckfragen entlasten den Vertrieb. In der anschlie�enden Diskussion des Plenums zeigten sich jedoch unterschiedliche Meinungen zum Thema Speicherung der Gespr�chsaufzeichnungen und Datenschutz. Einige Teilnehmer haben bereits negative Erfahrungen gemacht und mahnten zur Vorsicht.

Einen Einblick in die Gepflogenheiten des Nachbarlandes �sterreich gaben Philipp Andree und Wolfgang Menghin von der N�rnberger Versicherung in �sterreich. Anhand ihres Leistungsbearbeitungsprozesses f�r die Berufsunf�higkeitsversicherung, der oftmals in der Au�enregulierung durchgef�hrt wird, zeigten sie Unterschiede zu Deutschland auf. Die Au�enregulierung erm�gliche der N�rnberger eine schnellere und zielgenauere Leistungsentscheidung und dadurch eine gesteigerte Kundenzufriedenheit. Auch der Maklermarkt honoriere dies mit guten Bewertungen und steigendes Neugesch�ft l�sst sich verzeichnen.

Als Fazit der Konferenz l�sst sich festhalten, dass es bereits viele innovative Ans�tze und L�sungsvorschl�ge gibt, um die Antrags- und Leistungsbearbeitung zu optimieren und mit zus�tzlichen Serviceleistungen beim Kunden zu punkten. Aus den Erfahrungsberichten wurde deutlich, dass einige Versicherer bereits neue Konzepte entwerfen und weiterentwickeln, Automatisierungstools einsetzen und neue Standards entwickeln, um langfristig einen Wettbewerbsvorteil zu generieren.

Quelle: // Versicherungsforen Leipzig GmbH (2014)
©Bild: (1)v.l.n.r.: Jens Ringel, Dr. Sylvia Thie�en-L�ders, Dr. Martin P�ll, Dr. Christian Kirsch
    

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