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Kapitalm�rkte

In Europa auf zyklische Aktien setzen

Fidelity Marktkommentar von Fondmanager Matthew Siddle

(17.06.2015) • �Die europ�ische Wirtschaft wird aktuell von mehreren Faktoren gest�tzt. So kurbeln die Stimulusma�nahmen der Europ�ischen Zentralbank EZB das Wachstum in Europa weiter an. Der nach wie vor niedrige �lpreis erh�ht die Kauflaune der europ�ischen Verbraucher und der gegen�ber wichtigen Handelsw�hrungen schwache Euro verschafft europ�ischen Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil.

© Gerd Altmann  / pixelio.de

Auch die gr��ere Kreditbereitschaft der Banken und die g�nstigeren Finanzierungsbedingungen d�rften f�r weiteres Wachstum der europ�ischen Unternehmen sorgen. Das sollte die zuletzt positive Dynamik bei den Gewinnkorrekturen in Europa untermauern. In den vergangenen Wochen sind sie ins Plus gedreht, nachdem die Unternehmensgewinne zuvor 210 Wochen in Folge nach unten revidiert worden waren. Auch beim Vergleich mit anderen Regionen steht Europa bei den Gewinnkorrekturen wieder gut da.

Interessant ist auch, dass derzeit die Geldmenge M1, Kennzahl f�r das im Umlauf befindliche Bargeld, schneller w�chst als 2009 nach der Finanzkrise. In den letzten 15 Jahren war die Beschleunigung der Umlaufgeschwindigkeit der Geldmenge M1 ein guter Indikator f�r einen folgenden Anstieg der Aktivit�t in der Industrie.

Die gr��te Gefahr f�r dieses positive Gesamtumfeld geht von politischen Unw�gbarkeiten aus, vor allem von der Schuldenkrise in Griechenland. Auf kurze Sicht k�nnten hiervon Schwankungen an den Aktienm�rkten ausgehen. M�glichen Ansteckungsgefahren d�rfte die EZB mit ihrem quantitativen Lockerungsprogramm jedoch entgegenwirken. Au�erdem bestehen die Verbindlichkeiten Griechenlands inzwischen �berwiegend gegen�ber der EZB und dem Internationalen W�hrungsfonds IWF. Das federt die negativen Folgen einer Pleite Griechenlands f�r das europ�ische Finanzsystem ab.

Nach der Rally seit Jahresbeginn liegen die Kurs-Gewinn-Verh�ltnisse europ�ischer Aktien basierend auf k�nftigen Gewinnen mittlerweile �ber dem Niveau ihrer langj�hrigen Durchschnittswerte und die Kurs-Buchwert-Verh�ltnisse auf diesem Niveau. Aber verglichen mit US-Aktien und Unternehmensanleihen sind Aktien aus Europa nach wie vor g�nstig. Und Zykliker werden verglichen mit defensiven Aktien weiterhin auf g�nstigem Niveau gehandelt, obwohl die Gewinne ersterer kr�ftiger gestiegen sind.

Insgesamt habe ich daher die st�rker binnenwirtschaftlich orientierten defensiven Branchen unter- und die zyklischen Branchen �bergewichtet. Innerhalb der zyklischen Konsumg�terbranche gewichte ich vor allem attraktiv bewertete Medientitel �ber. Besonders interessant finde ich Werbeagenturen wie Publicis mit soliden langfristigen Fundamentaldaten, die in den Schwellenl�ndern und der Online-Werbung stark vertreten sind.

�bergewichtet habe ich auch die Gesundheitsbranche. Aufgestockt habe ich beispielsweise Roche und Smith & Nephew, einen Anbieter von Medizintechnik. Vorteilhaft war auch die �bergewichtung der Technologiebranche, in der ich das Engagement seit Jahresbeginn kontinuierlich erh�ht habe. Dabei habe ich die g�nstigen Kursniveaus genutzt, um einen Bestand bei SAP aufzubauen. Seit Jahren erwirtschaftet der Softwareentwickler nicht nur starke Ertr�ge, sondern erzielt auch ein �ber dem Markt liegendes Gewinnwachstum. Zweifel an der F�higkeit des Softwarehauses, den Wettbewerb im wachsenden Cloud-Gesch�ft auf Abstand zu halten, haben den Kurs auf ein langj�hriges Tief fallen lassen. Ich bin aber �berzeugt, dass SAP, auch wenn es sp�t auf den Zug aufgesprungen ist, inzwischen �ber eine starke Cloud-Sparte verf�gt. Parallel dazu baut es sein Kerngesch�ft weiter aus.

Auch Energiewerte gewichte ich derzeit �ber, denn der �lmarkt pendelt sich wieder ein. Dabei sind die Reservekapazit�ten �u�erst niedrig, w�hrend die Zahl der aktiven F�rderanlagen und das Produktionswachstum in den USA rapide abnehmen. Zugleich erholt sich dank niedriger Preise die Nachfrage langsam wieder. Trotz �bergewichtung in der Energiebranche sind Rohstoffe als Ganzes in meinen Fonds schw�cher vertreten als im Vergleichsindex, denn auf Eisenerz oder andere Metalle trifft das Argument der Wiederherstellung des Marktgleichgewichts nicht zu. Banken habe ich ebenfalls untergewichtet, den spanischen Bankenriesen Banco Santander beispielsweise habe ich gar nicht im Portfolio. Dies trifft auch auf Versorger- und Telekommunikationsaktien zu, denen immer noch strukturelle Probleme zu schaffen machen.�

© Fidelity Worldwide Investment

(2) Matthew Siddle, Fondsmanager des Fidelity European Growth Fund

Quelle: // Fidelity Worldwide Investment (2015)
©Bild: (1) � Gerd Altmann / pixelio.de (2)� Fidelity Worldwide Investment
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