Tipps
Was die E-Mail-Adresse Personalern verr�t
Bewerber: bitte Abstand nehmen von humorigen Namen
(17.06.2015) • Wer sich per E-Mail auf eine Stelle bewirbt, verr�t mehr �ber sich, als er glaubt. Mit der Absender-Adresse erhalten Personalentscheider eine zus�tzliche Information �ber den Bewerber, die dessen Chancen auf ein Vorstellungsgespr�ch beeinflusst. Die Plattform f�r Personalvermittlung Talerio hat die E-Mail-Adressen von 62.000 Studierenden und Absolventen kurz vor dem Berufseinstieg analysiert.

Immer mehr Unternehmen lassen die Bewerbung per E-Mail zu oder w�nschen dies sogar ausdr�cklich. Sie ist praktisch und kostensparend f�r beide Seiten: Der Bewerber spart sich Ausdrucke und Bewerbungsmappen. In der Personalabteilung stapeln sich diese sensiblen Dokumente nicht auf den Schreibtischen und m�ssen am Ende nicht auch noch ordnungsgem�� zur�ckgesandt werden. F�r Bewerber ist die Wahl der richtigen E-Mail-Adresse allerdings ein potenzieller Stolperstein auf dem Weg zum begehrten Vorstellungsgespr�ch.
V�llig ungeeignet sind unprofessionelle Privatadressen. Dass "[email protected]" oder "[email protected]" bei Personalentscheidern Stirnrunzeln ausl�sen, k�nnen sich die meisten Jobsuchenden denken. "Aber auch scheinbar harmlose E-Mail-Adressen wie 'ichschaffdas@' oder 'schnecki99@' senden Signale, die vielen Bewerbern nicht bewusst sind", warnt Marlon Litz-Rosenzweig, Gesch�ftsf�hrer der Bewerbungsplattform Talerio. "Bei �hnlich qualifizierten Kandidaten kann das mit dar�ber entscheiden, wer zum Gespr�ch eingeladen wird." Sein Tipp: Warum nicht diesen Effekt nutzen und eine sprechende E-Mail-Adresse anlegen, die sich auf den angestrebten Job bezieht, oder analog zum Berufswunsch einen E-Mailprovider w�hlen, der dazu passt, wie etwa ein verschl�sselter Dienst f�r einen Jura-Absolventen.
Gmail bei Naturwissenschaftlern popul�r Wichtig ist dieses Kriterium insbesondere bei naturwissenschaftlich orientierten Berufen. So verwenden 65 Prozent der bei Talerio registrierten Chemiker, 59 Prozent der Physiker und 53 Prozent der Informatiker eine Gmail.com-Adresse, aber nur 19 Prozent der Lehramtsstudenten. "Google, der Anbieter hinter den Gmail.com-Adressen, bietet ein ganzes �kosystem von kostenlosen, leistungsstarken Onlinediensten. Zur Nutzung ben�tigt man eine Gmail-Adresse. Die Verwendung spricht also f�r technisches Interesse und Gewandtheit", erkl�rt Litz- Rosenzweig.
Die weniger komplexen Dienste sind in anderen F�chern popul�r: 20 Prozent der angehenden Lehrer verwenden gmx.de, bei den Informatikern sind es nur sieben Prozent. "Gmx bleibt ein guter Anbieter, aber Informatiker suchen meist etwas Leistungsst�rkeres", so Litz-Rosenzweig. "Tats�chlich w�rde ich mich bei Bewerbern in diesem Bereich fragen, warum sie einen so schlichten Dienst verwenden."
Empfehlung f�r Bewerber
"Nicht-Techniker k�nnen wenig falsch machen, solange ihre Adresse insgesamt seri�s klingt", gibt Litz-Rosenzweig den Jobsuchenden mit auf den Weg. "Wer im technischen oder naturwissenschaftlichen Bereich sucht, kann sich eine kostenlose Gmail-Adresse erstellen, und sei es nur f�r das Bewerbungsverfahren." Das beste Technikverst�ndnis k�nne man allerdings demonstrieren, wenn man eine individuelle Domain auf Basis des eigenen Nachnamens auch f�r EMails verwendet.
"Nat�rlich ist die E-Mail-Adresse nur eines von vielen Signalen f�r Personalentscheider. Wenn Unternehmen uns mit der Suche nach geeigneten Kandidaten f�r eine Stelle beauftragen, flie�en mehrere tausend Informationen in die Empfehlungsliste ein." Die E-Mail-Adresse fiele dann wenig ins Gewicht, so Litz-Rosenzweig. "Bei Unternehmen, die nach wie vor nur anhand von Lebenslauf, Zeugnissen und vielleicht der Bewerber-E-Mail entscheiden, sollte man allerdings darauf achten."
Quelle: // Talerio.de - Mylittlejob GmbH (2015)
©Bild: (1) � iwona goldczyk / pixelio.de
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